Daten
Balkonsanierungs-Kostenreport
Der Balkonsanierungs-Kostenreport ist eine jährliche Auswertung der Anfragen, die über dieses Portal gestellt werden — aufgeschlüsselt nach Region und Schadensbild, ausgewiesen als Spanne mit Fallzahl, nicht als Durchschnittspreis. Die erste Ausgabe erscheint, sobald mindestens 100 auswertbare Anfragen vorliegen.
Diese Seite ist der Methodikteil, und sie steht bewusst vor der ersten Ausgabe: Wer eine Zahl zitieren soll, muss vorher wissen, wie sie zustande kommt und was sie nicht sagt. Fachmedien, Verwalterportale und Redaktionen finden hier die Angaben, die sie für eine Quellenangabe brauchen.
Woher die Zahlen kommen
Die Datenbasis sind die Angaben aus dem Anfrageformular und die Rückmeldungen der Betriebe, an die eine Anfrage weitergegeben wurde. Aus dem Formular stammen Postleitzahl, Schadensbild, Anzahl der Balkone, Gebäudetyp, Zugänglichkeit und, wo angegeben, die geschätzte Fläche in Quadratmetern. Aus der Rückmeldung stammt der Wert, der am Ende auf dem Angebot stand.
Nicht in die Auswertung gehen Listenpreise von Herstellern, Angaben aus Preisdatenbanken, Kalkulationshilfen oder Zahlen aus fremden Veröffentlichungen.
Ausgewertet wird ausschließlich anonymisiert. Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sind nicht Teil der Auswertung; die räumliche Zuordnung erfolgt über den Postleitzahlenbereich und nicht über die Adresse. Aus einer veröffentlichten Zelle darf sich kein einzelner Vorgang rekonstruieren lassen.
Welche Kennzahlen ausgewiesen werden
Die Wahl der Kennzahl entscheidet mehr über das Ergebnis als die Daten. Deshalb steht sie hier, bevor die erste Zahl veröffentlicht ist.
Median
Was sie aussagt
Der Wert in der Mitte: Die Hälfte der Fälle liegt darunter, die Hälfte darüber
Warum nicht die naheliegende Alternative
Der arithmetische Mittelwert wird von wenigen sehr großen Vorhaben nach oben gezogen. In einer Welt, in der neben dem Einzelbalkon auch Gebäude mit vierzig Balkonen vorkommen, beschreibt er niemanden
Spanne vom unteren zum oberen Viertel
Was sie aussagt
Der Bereich, in dem die mittlere Hälfte der Fälle liegt
Warum nicht die naheliegende Alternative
Die Spanne von Minimum bis Maximum wird von zwei Ausreißern bestimmt und suggeriert eine Bandbreite, in der die meisten Fälle gar nicht liegen
Fallzahl je Zelle
Was sie aussagt
Auf wie vielen Vorgängen die Angabe beruht
Warum nicht die naheliegende Alternative
Eine Zahl ohne Fallzahl lässt sich nicht einordnen. Sie wird deshalb immer mitveröffentlicht, auch wenn sie klein ist
Bezugsgröße
Was sie aussagt
Ob sich ein Wert auf den Quadratmeter Balkonfläche oder auf den Balkon bezieht
Warum nicht die naheliegende Alternative
Angaben je Quadratmeter sind bei kleinen Balkonen irreführend, weil Rüstzeit, Anfahrt und Gerüst kaum mit der Fläche skalieren. Beide Bezüge werden getrennt ausgewiesen
Werte werden auf eine Größenordnung gerundet, die zur Fallzahl passt. Eine auf den Euro genaue Angabe aus zwölf Vorgängen wäre eine Genauigkeit, die die Daten nicht hergeben.
Wie eine Ausgabe entsteht
Fünf Schritte, in dieser Reihenfolge. Der Methodikteil wird zusammen mit den Zahlen veröffentlicht, nicht als Anhang nachgereicht.
Erhebungszeitraum abgrenzen
Ausgewertet wird ein abgeschlossener Zeitraum mit festem Anfang und Ende. Anfragen, die danach eingehen, gehören in die nächste Ausgabe und nicht in eine Korrektur der laufenden.
Datensätze bereinigen
Doppelte Anfragen, Testeinträge und unvollständige Vorgänge fallen heraus. Wie viele Vorgänge aus welchem Grund entfernt wurden, steht im Methodikteil — sonst ist die Grundgesamtheit nicht prüfbar.
Zellen bilden
Gruppiert wird nach Region und Schadensbild. Eine Zelle wird nur veröffentlicht, wenn sie die festgelegte Mindestfallzahl erreicht; Zellen darunter werden zusammengefasst oder ausgelassen und als ausgelassen gekennzeichnet.
Kennzahlen berechnen
Median, Viertelspanne und Fallzahl je Zelle, getrennt nach Bezug auf den Quadratmeter und auf den Balkon. Die Rechenwege stehen im Methodikteil, nicht nur die Ergebnisse.
Mit Methodik und Grenzen veröffentlichen
Zahlen, Methodik und Grenzen erscheinen gemeinsam und unter einem Stand-Datum. Frühere Ausgaben bleiben erreichbar, damit eine zitierte Zahl nachprüfbar bleibt.
Die Grenzen dieser Daten
Erstens die Auswahl: Wer über dieses Portal anfragt, hat vorher im Netz gesucht und sich für eine Anfrage entschieden. Das ist keine Zufallsstichprobe der Eigentümerschaft. Der Report beschreibt die Anfragen, die uns erreichen.
Zweitens die Reichweite: Solange Anfragen ungleich über die Regionen verteilt sind, sind es die Zellen auch. Eine Region mit wenigen Vorgängen bekommt keine eigene Zahl, sondern wird zusammengefasst.
Drittens der Gegenstand: Ein Angebotswert ist keine Schlussrechnung. Nachträge, Zusatzleistungen und Änderungen während der Bauzeit sind darin nicht enthalten. Wo Schlussrechnungen zurückgemeldet werden, werden sie getrennt ausgewiesen und nicht mit Angebotswerten vermischt.
Viertens die Vergleichbarkeit: Balkonsanierung ist kein einheitliches Produkt. Eine Abdichtung mit neuem Belag, eine Betoninstandsetzung mit Oberflächenschutz und ein neues Geländer sind verschiedene Arbeiten am selben Bauteil. Deshalb wird nach Schadensbild getrennt und nicht ein Preis für „Balkonsanierung“ ausgegeben.
Häufige Fragen
Wann erscheint der erste Kostenreport?
Die erste Ausgabe erscheint, sobald mindestens 100 auswertbare Anfragen vorliegen. Diese Schwelle ist bewusst gesetzt: Unterhalb davon wären die Zellen aus Region und Schadensbild so klein, dass einzelne Vorgänge das Ergebnis bestimmen — und dann wäre die Zahl nicht nur ungenau, sondern irreführend.
